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Wie Shorts den Unterschied zwischen Reichweite und Aufmerksamkeit verdeutlichen

13. 08. 2026 // Autor: Carolin Mauritz
Wie Shorts den Unterschied zwischen Reichweite und Aufmerksamkeit verdeutlichen, echolot pr Stuttgart PR-Agentur

YouTube ist bekannt als Plattform für längere Videos und teils aufwändig produzierten Content. Trotzdem sind kurze Videos mittlerweile fester Bestandteil der Kommunikation auf der Plattform. Von den Nutzern fordern sie weniger Commitment und lassen sich schnell konsumieren. Für Kanäle bieten sie die Möglichkeit mit vergleichsweise wenig Aufwand viele Nutzer und neue Zielgruppen zu erreichen.

Kurze Videos haben sich zwischen 2025 und 2026 auf YouTube zu einem zentralen Reichweitentreiber entwickelt. Das ergibt sich aus der aktuellen „YouTube Studie“ von metricool, für die 799.718 Videos von 71.177 Accounts ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen: Die Aufrufe von Shorts stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um 127 Prozent. Gleichzeitig stammen 61 Prozent der organischen Aufrufe aus dem Shorts-Feed. Dieser hat sich zum wichtigsten Weg entwickelt, über den Nutzer Inhalte auf YouTube entdecken.

Die hohe Reichweite hat allerdings eine Kehrseite: Nutzer bleiben immer kürzer bei den einzelnen Videos. Die durchschnittliche Wiedergabedauer von Shorts sank auf rund 16 Sekunden. Auch die Interkationen gingen um 15 Prozent zurück. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei langen Videos. Obwohl die Aufrufe um 76 Prozent stiegen, sank gleichzeitig die durchschnittliche Wiedergabedauer um 37 Prozent und das Engagement um 45 Prozent. Diese Entwicklung macht deutlich, dass mehr Aufrufe nicht automatisch mehr nachhaltige Aufmerksamkeit bedeuten.

Auch für Longform-Content können Shorts interessant sein. Kanäle, die rund fünf Shorts pro Monat veröffentlichen, erzielen mit ihren langen Videos durchschnittlich 46 Prozent mehr Aufrufe als der Durchschnitt. Ab 35 Shorts pro Monat verschwindet dieser Effekt jedoch wieder. Er ist außerdem nicht ausschließlich auf die Veröffentlichung von Shorts zurückzuführen. Wie regelmäßig insgesamt gepostet wird und wie gut die Inhalte die Interessen der Zielgruppe treffen sind ebenfalls Faktoren, die einen Einfluss auf diesen Zusammenhang haben können. Für Unternehmen können Shorts ein effektives Mittel sein, um die Reichweite auf YouTube zu vergrößern. Bei einzelnen Shorts erzielen Kanäle mit zwei bis vier Veröffentlichungen pro Woche die beste Performance. Eine klare Obergrenze gibt es nicht. Auf Monatssicht erzielen Kanäle tendenziell mehr Aufrufe, je häufiger sie veröffentlichen. Entscheidend ist, dass durch die zusätzlichen Videos die Qualität nicht leidet. Wer bereits Kurzvideos für andere Plattformen produziert, kann diese mit geringem zusätzlichem Aufwand auch auf YouTube einsetzen.  

Caro

Autor: 

Carolin Mauritz

Redaktion & Monitoring

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